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Karibu Lutindi!

Autor: JaninaEhses | Datum: 13 Oktober 2012, 15:32 | Kommentare deaktiviert

Nachdem ich von Familie Blauth, den deutschen Leitern von Lutindi, in Lushoto abgeholt, den langen Weg hochgebracht und herzlich empfangen wurde richtete ich mich zunächst in meinem neuen Zimmer ein. Kaum zu glauben, dies sollte für das nächste Jahr mein neues Zuhause sein!

Abends nahm ich dann an einem Spieleabend teil, an dem ich sehr viel Spaß hatte und die ersten Mitarbeiter Lutindis kennenlernte, danach ging es dann aber auch schnell für mich ins Bett.

Am nächsten Tag wurde ich dann früh morgens von der schon von Fotos bekannten Glocke geweckt.

Nach einer Unterrichtsstunde Kiswahili bei Barbara zeigte mir Werner erstmal das gesamte Mental Hospital:

-Die Großküche in der jeden Tag das Essen für die Patienten  gekocht wird, die mittags voller Rauch steht und in der man jeder  Zeit Gemüse mitschneiden kann.

-Den Waschraum, an dem jeden Montag immer die Kleidung der  Patienten gewaschen und auch der Sisal gefärbt wird.  

-Die Backstube, in der für das ganze Dorf und auch für die Patienten  Brote und Brötchen in einem Steinofen gebacken werden.

-Die Sisalwerkstatt, welche die Patienten Tag für Tag beschäftigt  und Matten, Stühle, Teppiche und vieles weitere Kreative herstellt.

-Die Schreinerei, die für jegliche Möbel zuständig ist. Ob Türen,  Tische, Stühle – Mitarbeiter und Patienten schreinern alles von  Hand, was benötigt wird.

-Daneben ist direkt die Schneiderei zu finden. Dort werden die  Kleidungstücke für alle Patienten genäht, die Teesäckchen  fertiggestellt und sonst noch alles weitere was zusammengeflickt,  umgenäht, gebügelt werden muss.

-Der Bauernhof, welcher für genügend Grundnahrungsmittel, sprich  Milch, Eier und Fleisch sorgt und seit neustem auch mit der  Biogasanlage die Stromversorgung Lutindis verbessert.

-Die Teestube, hier wird der Tee 2x in der Woche nachdem er  von HHand gepflückt wurde gestampft. 

-Das Café, in welchem jeden Tag Mandazi (Fettgebackenes), Tee,  Kekse, Saft und Bonbons angeboten und auch dankbar von den  Patienten angenommen werden.

Werner und ich waren uns nach der Führung einig, dass es am besten für mich wäre in der Sisalwerkstatt anzufangen. Ich wollte unbedingt wissen, wie genau diese schönen Teppiche hergestellt werden. Somit schaute ich direkt mal dort vorbei und guckte zu, wie die Mitarbeiter arbeiteten.

 

Einfahrt Lutindis 

 

Wir sind da!

Autor: JaninaEhses | Datum: 19 September 2012, 17:50 | Kommentare deaktiviert

Endlich schaffe ich es mich mal zu melden, die nächsten Einträge werden hoffentlich bald folgen.

Ich bin jetzt gute drei Wochen in Tansania und kann sagen, dass es mir wirklich gut geht. Ich genieße zur Zeit die offene, herzliche, gemeinschaftliche, lebhafte Atmosphäre, die Brocken Kiswahili die ich verstehe, das Hineinschnuppern in die verschiedenen Arbeitsfelder und die Umgebung.

Natürlich waren besonders die ersten Tage in Dar es Salaam sehr anstrengend und überfordernd. Wie viel ich da schon allein mit den anderen drei Freiwilligen erlebt habe ist kaum zu beschreiben, trotzdem versuche ich es in einer Kurzfassung:

Spät am Abend lang ersehnte Ankunft. Völlige Planlosigkeit, Desorientierung und Übermüdung. Am nächsten Morgen wurde der Handywecker durch einen Hahn ersetzt. Danach genossen wir am Vormittag unseren ersten langen tansanischen Gottesdienst der von fröhlichem Gesang und impulsiven Tanz geprägt war. Unsere ersten Kiswahilikenntnisse wurden auf die Probe gestellt. Ersten Fruchtsaft genossen. Stromausfall. Bevor wir das Abendessen mit tansanischem Chor und Gästen aus Kongo zu uns nahmen versuchten wir mit ihnen ausgelassen zu tanzen und die lebhafte Stimmung in der Kirche aufzunehmen. Chaotischen Verkehr miterlebt und flohmarktähnlichen Stände am Straßenrand entdeckt. Spontanität und Improvisation war gefragt.

Am dritten Tag ging es dann schon wieder weiter in Richtung Usambaraberge. Maren und ich fuhren jedoch nicht direkt in unsere Einsatzstellen sondern zunächst einmal mit in das neue Zuhause von Alena, Lena flog schon am Morgen nach Bukoba. Nach einer achtstündigen Autofahrt mit körperlichen Beschwerden und einem Platten kamen wir in dem grünen Irente an. Es war wirklich nochmal schön dass wir uns drei hatten, einen Tag später wurde es dann nämlich ernst für mich… Lutindi stand endlich auf dem Plan!


 

Die Uhr tickt - die Spannung steigt!

Autor: JaninaEhses | Datum: 22 August 2012, 19:37 | Kommentare deaktiviert

Sprachkurs - Abschiedsfeier - Einkaufen - Die letzten Besuche - Packen und Abflug. Zwei Monate werden zu gefühlten zwei Tagen.

Die letzte Zeit hier in Deutschland war sehr intensiv und doch schwebt alles ein wenig an mir vorbei. Ich sehe alle meine Bekannten, Verwandten und Freunde, treffe die letzten Vorbereitungen, genieße das Familienleben, erhalte die letzten Wünsche und kann es mir gerade einfach nicht vorstellen in zwei Tagen in Dar es Salaam aus dem Flugzeug auszusteigen.

Aufbruchszeit, eine Zeit bestimmt von Aufregung, vielen Fragen, Vorfreude, Wissen-Wollen und Nicht-Begreifen-Können.

Was wird die nächsten Tage auf mich zu kommen? Ich bin gespannt.. 

 

Eure Janina 

 (weiter)

 

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